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Tips zum Kraft- und Fitnesstraining

Maximalkraft - Training

Was ist:
Maximalkraft ist der Wert der bei maximaler willkürlicher Kontraktion gegen einen fixen Widerstand erreicht wird. Begrenzende Faktoren sind der Muskelquerschnitt, die Muskelfaserzusammensetzung, die willkürliche Aktivierungsfähigkeit, intra- und intermuskuläre Koordination, die die Energiebereitstellung, Vordehnung der Muskulatur, Alter, Geschlecht und und und .............

Für wen:
Wer hohe und höchste Leistungen im Sport erbringen will, kommt nicht umhin, seine Maximalkraft zu trainieren.

Beachtungspunkte:
Dazu gibt es verschiedene Methoden, die alle ihre Vor - und Nachteile haben. Gleichgültig, welche Methode man wählt, eines sollte man sich auf jeden Fall vor Augen halten:

1. Da ein Maximalkraft Training den Halteapparat, insbesondere die Wirbelsäule, extrem hoch belastet, sollte es nur nach einer langjährigen allgemeinen Krafttrainingserfahrung betrieben werden

2. Auf ein richtiges und langsames Aufwärmen der Muskulatur ist dabei zu achten. Beginnen Sie daher jede Trainingseinheit unbedingt mit einem umfangreichen Aufwärmtraining .
 
3. Pausen zwischen den Sätzen min. 5 Minuten, bei der Wiederholungszahl wird je nach Methode unterschieden (siehe weiterer Artikel)

4. Maximale Belastungen der Muskeln, Gelenke, Sehnen und Bänder dürfen nur über kurze Zeiträume erfolgen, wenn man nicht durch Überlastung gesundheitliche Schäden verursachen will.

5. Maximalkraft - Training mit Spitzenbelastungen sollte höchstens über einen Zeitraum von 2-3 Wochen durchgeführt werden, danach muss die Trainingsbelastung auf ca. 60% bis 70% der Maximalkraft reduziert werden.
 

Die Begründung für die Belastungsreduktion liegt in den Anpassungsmechanismen des Körpers. Während ein Muskel ungemein anpassungsfähig (sieht man bei vielen Bodybuildern) ist und sehr schnell auf körperliche Reize durch Wachstum reagiert, brauchen Bänder; Sehnen und Gelenke wesentlich mehr Zeit, um sich an höhere Belastungen anzupassen.

Durch eine Reduktion der Belastung gibt man ihnen die erforderliche Zeit, sich an die erhöhte Leistungsfähigkeit des Muskels anzupassen. Die Anpassungszeit sollte zwischen 4 und 6 Wochen liegen. In der Trainingslehre spricht man von einer Superkompensation, was heißt: Jeder Bewegungsreiz bewirkt einen Abbau der Substanz, der jedoch den Reiz zum Neuaufbau in sich birgt. Dabei macht der Neuaufbau nicht halt bei dem Zustand, den das Gewebe vorher hatte, vielmehr entwickelt sich dieses über den alten Zustand hinaus

Danach kann wieder eine Erhöhung der Belastungsintensität vorgenommen werden, weil jetzt Sehnen, Bänder und Gewebe auf die nächste
Leistungssteigerung vorbereitet sind. In dieser Anpassungszeit ist es sehr sinnvoll, durch ein gutes Herz-Kreislauf-Programm für eine stärkere
Durchblutung der Muskulatur zu sorgen, da dadurch eine bessere Versorgung der Muskeln mit den erforderlichen Nährstoffen und ein schnellerer Abtransport von Stoffwechselprodukten gewährleistet wird, was die Leistungssteigerung enorm verbessert.

Trainingsmethoden:
Die Maximalkraft kann man durch unterschiedliche Methoden trainieren. Maximale Belastungen in einem lntensitätsbereich von 90% bis 100%
der Maximalkraft, bei denen man mit einem bestimmten Gewicht ca. 1 bis 6 Wiederholungen schafft, bewirken kein besonderes Dickenwachstum der Muskulatur. Durch höchste Belastungsintensitäten und durch isometrisches Training (Haltearbeit) werden vor allem mehr Muskelfasern angesprochen, indem die Zahl der Motoneuronen steigt, die die Fasern aktivieren können.

Das Dickenwachstum der Muskeln wird am besten bei Belastungen zwischen 60% und 80% der Maximalkraft angeregt, bei 8 bis 20 Wiederholungen pro Satz. Es kommt jedoch auch schon bei Intensitäten zwischen 40% und 60% zu einer deutlichen Hypertrophie, weshalb aus Regenerationsgründen Trainierende durchaus zwischendurch auf geringere Belastungen ausweichen sollten. Viele Sportler kombinieren Kraftausdauer- und Maximalkraft-Methoden im Training, z.B. durch ein Wellen-. Stufen- oder Pyramiden-Training.

Dabei wird sowohl die Belastungsintensität als auch der Umfang variiert. Solche Änderungen wirken sich positiv auf die Entwicklung der Maximalkraft aus. Erst wenn wirklich abwechslungsreich trainiert wird (durch Änderung der Übung, Benutzung anderer Geräte und Veränderung der Techniken), kann eine optimale Kraftsteigerung erreicht werden.
 

Schlussbemerkung:
Maximalkraft - Training heißt also, systematisch zwischen Höchstbelastungen, mittleren und niedrigen (kreislauf-aktivierenden) Belastungen zu wechseln, um optimale Leistungssteigerungen zu erzielen.

 

© Sportberatung INNO-Fit

 

 

 

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